NMZ - neue musikzeitung, 07/08-2008

Höhepunkte der Kammermusik

„Man weiß nicht, was man bei diesen ausgezeichneten Musikern vorrangig bewundern sollte – die Klanggestaltung und die technische Perfektion, die Interpretation der neuesten Quartettwerke aus der Werkstatt zeitgenössischer Komponisten oder die wunderbare Sensibilität und die subtilsten Nuancierungen der stilistisch sehr unterschiedlichen Kompositionen,...”

„Im zweiten Teil ...war die Uraufführung von Gabriel Iranyis neuestem „Streichquartett“ (2008) durch eine atemberaubende Interpretation des Iturriaga Quartetts zu hören – aufgebaut aus feinsten Strukturen, zeigt dieses viersätzige Werk wieder große Konzentration der Ausdrucksmittel und ausgeglichene Zeit- und Kontrastverhältnisse zwischen den Sätzen.”

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General-Anzeiger Bonn, 16.10.2007

Viel Temperament für Beethoven

”Vom [...] Iturriaga Quartett waren [im Bonner Beethoven-Haus] mit dem op. 95 aus der mittleren und dem op. 130 aus der späten Schaffensphase [Beethovens] zwei Werke zu hören in einer, wegen ihrer temperamentvoll frischen Haltung geradezu exemplarischen Realisierung, weil sie dem Notentext nichts schuldig bleibt: Der Nachvollzug solch klanglich fein ausgewogenen, detailreichen, dynamisch breit gefächerten und viele Valeurs auslotenden Musizierens ist nicht zuletzt der Sitzordnung [...] zu danken, die dem Ausdruck des Notentextes eine geradezu plastische Transparenz verleiht.”




Leipziger Volkszeitung, 18.07.2007

Geistige Erquickung und Labsal (Open-Air-Konzert am Bachdenkmal)

Schon in Mozarts Quartett B-Dur KV 589 feinste Ziselierarbeit: Im Allegro und Larghetto fragmentieren die Musiker den Notentext. Heraus kommt hervorragend intonierte musikalische Sommerfrische, die im Menuetto heiter-verschmitzt und mit subtilem Pianissimo grüßen lässt und schließlich im Allegro assai sacht hinterm Horizont verschwindet.

Mit Joaquin Turinas ‚La Oración del torero’ zollt das deutsch-spanische Quartett seinen Tribut an iberische Lebensgefühle. Wer gedacht hat, ein Torero würde so lebhaft beten, wie er vor einen Stier springt, der irrt. Die ursprüngliche Lautenkomposition ist in der Streichquartett-Fassung voll leiser Töne, verhaltener Inbrunst und viel emoción. Auch hier gibt es Platz für filigrane Klangentfaltung.

Anders dagegen Anton Weberns ‚Langsamer Satz’, wo [die vier Musiker] ein dichtes, sanft fließendes Klangband weben und alle Momente zwischen Wehmut und aufbrausender Dramatik auskosten. [...]

Am Ende hat das Streichquartett den schwitzenden, aber nicht minder begeisterten Zuhörern für eine runde Stunde wenigstens geistige Erquickung und Labsal beschert.”

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Diario Bahía de Cádiz, 05.07.2007

Makelloses Konzert

Das Iturriaga Quartett bot gestern abend ein großartiges Konzert. Gut ausgewählt, phänomenal interpretiert. [...] Es wäre nicht ganz gerecht zu behaupten, daß das Werk „Die Zeit des Narziss“ des Griechen Aristides Strongylis das beste des Abends war, aus dem einfachen Grund, daß der darauffolgende Brahms uns alle beeindruckt hinterließ, aber tatsächlich kann man zumindest sagen, daß die Komposition von Strongylis am interessantesten wirkte. Ein schwierig zu spielendes Stück, dem Iturriaga Quartett gewidmet, und inspiriert von einem Werk Hermann Hesses. Schlichtweg wunderbar.

Aber dann kam der letzte Teil des Konzerts, das Streichquartett op. 51 von Brahms, und der Eindruck war komplett. Der zweite Satz ist schlicht aufnahmereif. Pure Magie (und lange Übung) bewirkte in diesem Moment, daß das Ensemble aus eigentlich vier Einzelnen als rundes Ganzes erklang, mit einer an Vollendung grenzenden Harmonie.”

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Pforzheimer Zeitung, 15.05.2007

Mit ganzem Herzen musiziert

„Dieses packende viersätzige Stück [J.C. de Arriagas drittes Streichquartett] verstehen [die Musiker des Iturriaga Quartetts] ganz hervorragend umzusetzen. Besondere Ausdrucksstärke zeigte das ... Quartett bei der Pastorale, die wie die anderen Sätze von starken thematischen Kontrasten lebt. So zeichnen die vier spieltechnisch phänomenalen Streicher ein idyllisches Landschaftsbild auf, bei dem es zirpt und flötet, zerstören dieses aber gleich wieder im hochexpressiv und fesselnd gestalteten Mittelteil. Wie ausgezeichnet minutiös und homogen das Ensemble agiert, zeigt sich auch in der Betonung des Kopfmotivs.”

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Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 12.03.2007

Brillantes Spiel und Wohlklang

Die Künstler, jeder einzelne sein Instrument meisterhaft beherrschend und dabei stets eine vollkommene Einheit bildend, musizierten mit Hingabe und erzeugten eine nicht abreißende Spannung.”

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La Verdad, 21.02.2007

Bewunderungswürdiges Quartett

Es gibt unzählige Gründe um festzustellen, daß das Iturriaga Quartett in der Geschichte spanischer Quartette … einen führenden Platz einnimmt. Zuallererst wegen seiner absoluten Qualität. … Nachdem man das Ensemble im zweiten preussischen Quartett von Mozart und dann in Arriagas drittem gehört hat, kann man nichts anderes sagen als daß wir hier Interpretationen ganz außerordentlicher Güteklasse beiwohnen durften, und zwar in Hinsicht auf jedweden Aspekt der Kammermusik.”



Torgauer Zeitung, 16.01.2007

Ein hohes Maß an Ausdruck und starker Lebendigkeit

Die jungen Musiker aus dem Baskenland musizierten ... mit äußerster Ausdruckskraft und Lebendigkeit. Die Homogenität im Ensembleklang wie auch das musikalische Feinempfinden beeindruckten ebenso wie die dynamische Feinarbeit und die präzise Artikulation. ...”

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Thüringer Landeszeitung, 15.11.2005

Kammermusik vom Feinsten

„.Mit dem Iturriaga Quartett war ein Ensemble zu hören, das die Hohe Schule des Quartett-Spiels als Summe technischer Perfektion, klanglicher Verfeinerung und höchster musikalischer Übereinstimmung meisterlich beherrscht.”



Thüringer Allgemeine, 14.11.2005

Facetten der Poesie

„Johannes Brahms gab den Auftakt mit dem Streichquartett Nr.1 c-Moll. Die hoch expressive Interpretation durch das hervorragende Iturriaga Quartett ließ den alten Brahms ungewöhnlich modern und fast avantgardistisch erscheinen. Wie ein Flügelschlag im berauschenden Blütenmeer nahm sich Zemlinskys Werk für Streichsextett und Sopran aus. Hier wie im Schönberg-Quartett mit Gedichten von Stefan George entfalteten die Instrumentalisten und Anna Korondi den reichen Klang-Kosmos.”




Der Neue Tag, 29.08.2005

Mut zu Emotionalität und Expressivität

Iturriaga Quartett: Höhepunkt der diesjährigen Konzertsaison

„Ein kleines, aber anspruchsvolles Programm, mit dem [die Mitglieder des Quartetts] trotz ihrer Jugend beachtliches Können und erstaunliche Reife bewiesen. Spätestens im Adagio-Satz von Haydns Streichquartett C-Dur op. 54 ... kam zum Vorschein, was das Iturriaga-Quartett auszeichnet: Mut zu Emotionalität und Expressivität, mit einem Schuss Extravaganz. Denn das Auge hört mit. Wenn Iokine Iturriagagoitia melancholisch den Blick nach oben schweifen lässt, man den Bogen weit ausholend in vollkommener Synchronität ausschwingen lässt, dann sind das keine hohlen Gesten, sondern, auf der soliden Basis traumhaft sicheren Zusammenspiels serviert, Ausdruck musikalischen Selbstbewusstseins, das sich diese vier ehemaligen Studenten der Hochschule Leipzig durchaus leisten können.”




Die Rheinpfalz, 18.4.2005

Musikalischer Hochgenuss

„Es entstand Musik in erregend pulsierender Dynamik und Vielfalt. ... die Kontraste, die kleingliedrig gesetzten starken Gegensätze in Strich und Ton waren es, die auch Beethovens a-moll Quartett op. 132 das so plastische Profil gaben. In intensiven Farben und voller Emphase formten die Instrumentalisten souverän mit musikantischer Energie. Suggestiv rissen der voll strahlende Ton des Primarius, das eindringlich modellierende Cello, die prägnanten Figuren der Mittelstimmen die Zuhörer in ihren Bann. Der Höhepunkt dieses Werkes aber war wohl der Adagiosatz, die „Heilige Danksagung eines Genesenen an die Gottheit” in seiner fast überirdisch innig-reinen Schönheit.”



Diario Vasco, 26.5.2004

Wie wenige Streichquartette

„Die Geschwister Iturriagagoitia, der Bratschist Miguel Ángel Lucas und die Cellistin Rebekka Riedel bewiesen erneut, dass sie vor allem ausgezeichnete Musiker sind. Es gibt wenige Streichquartette, die so spielen wie sie.”




Diario Vasco, 16.5.2004

Hervorragend

„Von dem Moment an, in dem die erste Note erklang, wurde deutlich, dass wir ein Kammermusikensemble außerordentlicher Musikalität vor uns hatten.”

„Die vier hervorragenden jungen Musiker bewiesen, dass sie an jedem Motiv, jeder Atmung und jedem Detail der Partitur gefeilt hatten … die vier schienen ihre Kunst in einer natürlichen Art zu teilen - etwas, dass man selten erleben kann, und ausschliesslich bei den Besten.”



NMZ - neue musikzeitung, Februar 2003

Dem Ruf der Paradiesvögel lauschen

„Die [Interpretationen] des [Iturriaga] Quartetts wirken eigen, authentisch und sind voller musikalischer Energie, genauso unverbraucht wie viele der Werke, die sie spielen.”
„Das Iturriaga Quartett wird sicher bald noch deutlicher zu vernehmen sein und man darf schon jetzt dankbar sein für alle Schätze, die dieses Quartett noch heben wird.”



Leipziger Volkszeitung, 03.12.2002

Was wäre die „Wiener Inspiration ohne Mozart”

„Als wahres „Iturriaga-I-Tüpfelchen” erwies sich die jeweils letzte Note eines jeden Stückes. Wie dieser letzte Ton vor der Stille angeschlagen wurde, kann als unnachahmlich bezeichnet werden.”



Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.9.2002

Lebhafte Verständigung

„Nicht jedem neuformierten Streichquartett gelingt es,..... zu einem eigenständigen und interpretatorisch überzeugenden Klangkörper heranzureifen.”
„Eine tief durchdachte und von tragischem Ernst geprägte Wiedergabe war mit dem Streichquartett f-moll op.80 von Felix Mendelssohn Bartholdy zu hören.”



Der Tagesspiegel, 30.7.2002

Wie frisch komponiert

„Das Iturriaga Quartett spielt ... mit einer Extrovertiertheit und einem leidenschaftlichen Einsatz, der das Werk wie frisch komponiert erscheinen lässt.”



Dresdner Neueste Nachrichten, 29.7.2002

Beachtlicher Reifegrad– Aufstrebendes Streichquartett beim MDR-Musiksommer

„Die geradezu aufwühlende Wiedergabe des f-Moll-Quartetts von Mendelssohn Bartholdy schließlich führte die These vom klassizistischen geglätteten Komponisten ad absurdum und ließ dieses „Requiem” auf den Tode seiner geliebten Schwester zu tief empfundener und bewegender Ausdrucksmusik gerinnen.
Dass sich die Musiker mit einem sehr schön interpretierten langsamen Satz aus Mozarts Jagd-Quartett für den Beifall bedankten, spricht für deren bereits erreichten Reifegrad.”